09.01.2012
von: vdLP

Arbeitnehmer-Freizügigkeit für Rumänien und Bulgarien

Bei den neuen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wurde die Arbeitnehmer-Freizügigkeit für eine Übergangszeit nach dem Beitritt ausgesetzt. Für Rumänien und Bulgarien wurde nun diese Übergangszeit für weitere zwei Jahre bis Ende 2013 verlängert. Grundsätzlich bedürfen daher rumänische und bulgarische Staatsangehörige weiterhin einer Arbeitserlaubnis für den deutschen Arbeitsmarkt. Nicht mehr umfasst von der Arbeitserlaubnispflicht sind ab 01.01.2012 Auszubildende, Fachkräfte mit Hochschulabschluss und Saisonkräfte.


Auch unterliegt die selbständige Tätigkeit von Rumänen und Bulgaren in Deutschland keinen Beschränkungen. In diesem Zusammenhang sei jedoch davor gewarnt, Werk- oder Dienstverträge mit scheinselbständigen Unternehmern aus den vorgenannten Ländern abzuschließen, die sich insbesondere aufgrund der tatsächlichen Durchführung als Arbeitsverhältnisse erweisen. Aufgrund des verstärkten Fokus der Behörden auf diese Schwarzarbeitsverhältnisse drohen den Auftraggebern horrende Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeträgen und Steuern, sowie strafrechtliche Konsequenzen.


 
Stand: 27. April 2012 © vdLP von der Linden & Partner Rechtsanwälte, Steuerberater - Kontakt: kanzlei@vdlp.de