06.09.2012
von: vdLP

Bundesfinanzhof erleichtert die Geltendmachung eines Investitionsabzugsbetrages für Betriebsgründer

Für kleine und mittelgroße Betriebe ist es bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen möglich, bei anstehenden Investitionen einen Teil der Anschaffungskosten bereits im Jahr vor dem Erwerb des betreffenden Wirtschaftsgutes steuerlich geltend zu machen. Dies macht insbesondere Sinn, wenn der Gewinn des Vorjahres höher als der des laufenden Jahres ist. Von großer Bedeutung ist dies auch für Betreiber von Photovoltaikanlagen.


Bei Betriebseröffnungen hatte die Finanzverwaltung zusätzlich gefordert, dass in dem Jahr in dem der Abzug geltend gemacht werden sollte, bereits eine verbindliche Bestellung des Investitionsgegenstandes vorliegen muss.

Dieser Praxis der Finanzverwaltung ist der Bundesfinanzhof nun entgegengetreten. Er hat in seinem Urteil klargestellt, dass für die Prüfung der Investitionsabsicht es nicht erforderlich ist, dass bereits eine verbindliche Bestellung erfolgt ist. Die Investitionsabsicht kann auch durch andere Indizien, z.B. die Einholung von Angeboten, nachgewiesen werden.


 
Stand: 27. April 2012 © vdLP von der Linden & Partner Rechtsanwälte, Steuerberater - Kontakt: kanzlei@vdlp.de