04.07.2011
von: vdlp

Kontoführungsgebühren für ein Darlehenskonto zu Unrecht berechnet

Die allgemeinen Geschäftsbedingungen von Banken enthalten häufig Klauseln über vom Kunden zu zahlende Gebühren für die Führung eines Darlehenskontos durch die Bank. Der Bundesgerichtshof hat nun entschieden, dass derartige Klauseln in Kreditverträgen, sofern sie in den allgemeinen Geschäftsbedingungen enthalten sind und gegenüber Verbrauchern verwendet werden, unwirksam sind.


Denn mit einer solchen Klausel brauche der Bankkunde nicht zu rechnen, da es sich bei der Kontoführung eines Darlehenskontos nicht um eine Leistung für den Kunden, sondern lediglich um die Abrechnung der Bank für deren eignen Zwecke handele.

Konsequenz aus dieser Entscheidung ist, dass Verbraucher die für ein Darlehen gezahlten Kontoführungsgebühren von der Bank zurückfordern können. Da hinsichtlich länger zurück liegender Gebührenzahlungen Verjährung eintreten kann, sollten Bankkunden möglichst noch in diesem Jahr ihr Geld zurückfordern.


 
Stand: 27. April 2012 © vdLP von der Linden & Partner Rechtsanwälte, Steuerberater - Kontakt: kanzlei@vdlp.de