04.07.2011
von: vdlp

Steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden

Zur Förderung des Ziels, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 % und bis zum Jahr 2050 um 80 % zu senken, hat die Bundesregierung einen Gesetzesentwurf zur steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden vorgelegt.


Dieser sieht vor, dass Steuerpflichtige, die ihre Gebäude insbesondere zur Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung einsetzen, Aufwendungen für eine energetische Gebäudesanierung über einen Zeitraum von 10 Jahren im Wege der erhöhten Absetzung von jährlich 10 % steuermindernd geltend machen können. Vorraussetzung ist, dass der Energiebedarf erheblich verringert wird. Insbesondere muss durch die Sanierungsmaßnahmen erreicht werden, dass das Gebäude einen Primärenergiebedarf von 85 % eines zum Zeitpunkt des Beginns der Maßnahme vergleichbaren Neubaus nicht überschreitet. Die Reduzierung des Energiebedarfs hat sich der Steuerpflichtige durch einen speziellen Sachverständigen bescheinigen zu lassen, um in den Genuss der Förderung zu kommen.

Selbiges gilt im Falle eines selbst genutzten Wohngebäudes. In diesem Fall kann der Steuerpflichtige unter den genannten Voraussetzungen Aufwendungen für die energetische Gebäudesanierung wie Sonderausgaben von seinen Einkünften abziehen.

Das Gesetz bezieht sich auf Gebäude, die vor 1995 gebaut wurden. Es tritt im laufenden Jahr in Kraft, falls der Bundesrat zustimmt, und soll nach der aktuellen Fassung bereits für Sanierungsmaßnahmen gelten, die ab dem 06. Juni 2011 begonnen wurden.


 
Stand: 27. April 2012 © vdLP von der Linden & Partner Rechtsanwälte, Steuerberater - Kontakt: kanzlei@vdlp.de